Das steckt in Ihrem Bioabfall!

Im Bioabfall steckt viel Gutes. Er ist Stromlieferant für ca. 550 Haushalte im Jahr und Grundlage für wertvollen Kompost. Doch die Bilanz, so AWV-Geschäftsführer Clemens Nüske, könnte deutlich besser aussehen.

Bioabfall-Bilanz

Die Anteile am Gesamtaufkommen der Bio- und Grünabfälle im Landkreis Vechta verteilen sich wie folgt: 30% nicht kompostierbare Störstoffe, 50% Wasser und Gas, 20% Kompostanteil. 

 

Problemfall Störstoffe
Rund 12.000 Tonnen Grünabfall wird jedes Jahr auf der Zentraldeponie Vechta-Tonnenmoor aus dem gesamten Landkreis Vechta gesammelt: Strauch- und Baumschnitt von den Selbstanlieferern und natürlich die Inhalt aus den Biotonnen. Doch genau hier stecken die Probleme: Störstoffe, die die Bioabfälle stark verunreinigen. Der Anteil von Kunststofftüten, Metall und Glas im Bioabfall aus der Tonne liegt bei aktuell rund 30%. Tendenz: Leider nicht fallend - trotz verstärkter Aufklärungsarbeit und trotz zunehmender Kontrollen der Tonnen vor der Abfuhr.

Dass am Ende aus den gesammelten Grün- und Bioabfällen dennoch 2.400 Tonnen Kompost jährlich gewonnen werden kann, liegt an der aufwendigen und teuren Sortierung, bei der die Störstoffe so weit wie möglich herausgefiltert werden. "Eigentlich vermeidbare Kosten", so Clemens Nüske, "wenn jeder seine Bioabfalltonne tatsächlich nur noch mit Bioabfällen füllt".  


Abfallwirtschaft und Klimaschutz – eine überzeugende Verbindung
Zufrieden ist Clemens Nüske dagegen mit den Energiegewinnung aus den Bioabfällen. Seit Ende 2008 verarbeitet die AWV den Bioabfall aus der braunen Tonne in einer eigenen Trockenfermentationsanlage, mit der über einen Vergärungsprozess Biogas erzeugt wird. Mit dem Biogas wird in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) Strom gewonnen. Rund 1,9 Mio. Kilowattstunden speist die AWV jährlich ins Netz der EWE ein. Eine Menge, die etwa den Jahresverbrauch von 550 Haushalten deckt. 

 

 

 

 

 

 

Kategorie: Aktuelles