Das AWV-Kunstprojekt:
Ein unübersehbares Zeichen: „Klare Trennung“ für den Biomüll.

4,30 Meter hohe Holzskulptur des Künstlers Uwe Oswald steht in Vechta.

Hoch ragt die hölzerne Tulpenskulptur in den Himmel - unübersehbar für alle Besucher des Famila-Einkaufscenter an der Falkenrotter Straße in Vechta. Ein ungewöhnliches Kunstprojekt, das die Abfallwirtschaftsgesellschaft Vechta mbH beim heimischen Künstler Uwe Oswald im Rahmen ihrer Biomüllkampagne in Auftrag gegeben hatte.

Holzskulptur„Klare Trennung“ lautet der Titel der Holztulpe und der mag im ersten Moment etwas verwirren. Denn auf den ersten Blick scheint die Skulptur aus Eichenholz ein „schönes Stück Natur“ widerzuspiegeln. Doch beim näheren Hinsehen bemerkt der Betrachter, dass die Oberfläche der sichtbaren Blumentopföffnung mit transparentem Gießharz aufgefüllt ist. Ähnlich wie bei Bernsteinfunden ist hier organisches Material eingeschlossen worden. Zu sehen sind typische Bioabfälle, wie sie z. B. nach der Gartenarbeit anfallen. Doch nicht nur das! Zwischen den natürlichen Bioabfällen sind Fremdpartikel zu entdecken, wie sie auch häufig in den Biotonnen des Landkreises Vechta vorkommen: Plastik, Glas, Metall. Störstoffe, die den Biomüll schwer belasten und die nun auch beim Betrachter der Tulpenskulptur ein unbehagliches Gefühl hervorrufen sollen.

Der Spannungsmoment, hervorgerufen durch die Kombination Tulpen-Blumenstrauß mit Fremdkörpern in der Blumenerde, wird verstärkt durch die Spiegelscherben in der Gießmasse, was dazu führen kann, dass der Betrachter sich ganz unverhofft seinem Spiegelbild gegenübersieht. Uwe Oswald: „Durch dieses interaktive Moment wird er selbst Teil des Kunstwerkes. Der Betrachter soll zum Nachdenken animiert werden und kann sich fragen, wie er sich in puncto Abfalltrennung verhält.“

Das Kunstprojekt war Bestandteil der Kampagne der AWV zur Aufklärung über die schlechte Bioabfallqualität. Clemens Nüske, Geschäftsführer der AWV, setzte neben Aufklärung durch Information, Flyer, Presseartikel, Anzeigenkampagnen in Printmedien und auf Plakatwänden auch auf diese außergewöhnliche Aktion, um das Problem der sauberen Trennung von Biomüll in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken: „Die Skulptur zeigt, wie der natürliche Kreislauf vom Entstehen und Vergehen durch Störstoffe im Biomüll massiv beeinträchtigt wird. Nahrungsmittelreste werden zu Kompost verarbeitet, der wiederum das Wachstum von Nahrungsmitteln fördert. Der hohe Anteil an Fremdstoffen wie Glas, Metall und Kunststoff in unserem Bioabfall stört diesen Prozess. Die Skulptur soll Denkanstöße liefern und im besten Fall das eigene Verhalten beim Trennen des Bioabfalls positiv beeinflussen.“

Die Standortwahl der 2 Tonnen schweren Holzskulptur fand in Abstimmung mit der Stadt Vechta statt. „Ein idealer Standort“, wie Clemens Nüske betont. „Die Nähe zum Konsum von Nahrungsmitteln, zu den verpackten Nahrungsmitteln ist mit Bedacht gewählt. Schließlich sind sie die Quelle sowohl von Bioabfall wie auch von den Störstoffen.“

Sein besonderer Dank gilt der Famila/Bünting-Gruppe, insbesondere dem Marktleiter Herr Eilermann und dem Verantwortlichen für Umwelt Herr Adler, die die Realisierung des Kunstprojektes „Klare Trennung“ unterstützt haben.

Kategorie: Aktuelles